Der Fallschirmspringer Möllemann
Der durch die FDP bekannt gewordene Politiker Jürgen Wilhelm Möllemann war ein begeisteter Fallschirmspringer. 

Hier sehen Sie das Interview, dass unsere Geschäftsleiterin Simone Glitsch, dem Nachrichtenmagazin n-tv am 29.06.07 gab.

 

 

Am 5. Juni 2003 erlag Herr Möllemann seinen tödlichen Verletzungen, nachdem er bei einem Fallschirmsprung ohne einen funktionierenden Fallschirm ungebremst zu Boden gestürzt war.

Nach seinem Absprung aus 4000m Höhe öffnete Herr Möllemann seinen Fallschirm in der üblichen Öffnungshöhe. Dann trennte er jedoch seinen – nach Beobachterangaben - voll funktionstüchtigen Hauptfallschirm ab. Seinen Reservefallschirm aktivierte er nicht. Sein automatisches Öffnungssystem, welches dafür sorgt, daß der der Reservefallschirm in einer Höhe von 225 m selbstständig öffnet, war den Untersuchungen nach wahrscheinlich nicht angeschaltet worden.

Von Seiten der Staatsanwaltschaft läßt sich ein Fremdverschulden ausschließen. Ob es sich um einen Unfall oder Suizid handelt wird sich jedoch nie vollständig klären lassen.

Unsere Geschäftsführerin Simone wurde bei einer Sondersendung auf n-tv als Fallschirmsprungexpertin um Informationen zum Ablauf eines solchen Vorfalls gebeten.

Die Unfallstatistik des deutschen Fallschirmspringerverbandes weist ein sehr geringes Risiko auf, bei einem Fallschirmsprung einen Unfall zu erleiden. In 2005 gab es
  • 65 Unfälle bei 260.800 Fallschirmsprüngen oder bei 0,025% aller Sprünge ereignet sich ein Unfall
  • 5 tödliche Unfälle bei 260.880 Fallschirmsprüngen oder bei 0,0019% aller Sprünge endeten tödlich.

Die häufigste Todesursache ist indes menschliches Versagen. Die Technik ist soweit ausgereift, dass diese nur in Ausnahmefällen noch für schwere Verletzungen verantwortlich gemacht werden kann.

 
 

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