Erlebnisbericht Claudia
Endlich ist es soweit, heute werde ich meinen Gutschein für einen Tandemfallschirmsprung einlösen. Es ist ein wunderschöner Junimorgen, die Sonne scheint, es ist einfach der perfekte Tag!

Die Zeit im Auto auf dem Weg zum Platz scheint gar nicht vorbei zu gehen. Doch dann habe ich es endlich geschafft, vor mir liegt der Flugplatz und ich sehe auch schon eine Gruppe Fallschirmspringer und eine Maschine. Nichts wie hin!  Viele nette Gesichter. Ich gebe meinen Gutschein ab und es werden noch einige Formalitäten geklärt.

Gurtzeug zum Fallschirmspringen anziehen
Passagiergurtzeug anziehen
Dann treffe ich Hans, meinen Tandemmaster, der mich dann auch erstmal einweist.

Er erklärt mir die Sitzposition im Flugzeug und zeigt mir an einer Flugzeugattrappe wie der Absprung abläuft. Ist das alles aufregend!

Jetzt heißt es warten, denn wir sind erst in der übernächsten Maschine. Beim Anblick der Maschine und den Fallschirmspringern, die schon hoch in die Lüfte dürfen, wird mir ganz kribbelig, Ungeduld macht sich breit und ich fange jetzt schon an zu Strahlen, weil ich es kaum erwarten kann.

Warten war noch nie meine Stärke, wann geht es denn jetzt endlich los?

Dann endlich, Hans hilft mir in den Gurt und zieht ihn fest, und mit fest meine ich seeehr fest. Er buckelt sich den Fallschirm auf, und der ist wirklich schwer! Wir bewegen uns schonmal Richtung Rollfeld.
 

Einstieg ins Flugzeug
Einstieg
Mit uns warten noch andere Fallschirmspringer, ein Springer in der Ausbildung, mit zwei Trainern, eine Gruppe, und ein kleiner Junge, vielleicht 12, mit seinem Tandemmaster.

Hans und seine Kollegen albern herum, und versuchen mir Angst einzujagen, aber das funktioniert nicht, dafür freue ich mich viel zu sehr, da ist kein Platz für irgendwelche Ängste, oder Zweifel. Und nun dürfen wir auch schon ins Flugzeug steigen.

Wir sitzen direkt hinter dem Piloten. Alle müssen ganz eng zusammen rutschen und sitzen mit gegrätschten Beinen auf dem Boden, denn der Schwerpunkt darf nicht zu weit hinten liegen, damit die Maschine steigen kann. Und schon heben wir ab!
 
Es geht höher, und höher, bis auf 4000m, es scheint ewig zu dauern. Wann dürfen wir endlich rausspringen!? Bei 3000m rutschen alle Springer etwas nach vorne und ich setzte mich auf Hans Schoß. Er verankert unser Gurtzeug und gibt mir die Schutzbrille für die Augen.

Tandem-Fallschirmspringer im freien Fall
freier Fall
Dann kommen wir auf 4000m an und jemand öffnet die Tür, schwüps, schon ist die Gruppe rausgesprungen, und wir rutschen vor zur Luke.

Beine verschränkt und unter das Flugzeug geklemmt, ein kurzer Blick nach unten, hui ist das schön tief, und schon fallen wir.

Hohlkreuz gemacht und Arme ausgebreitet, der Wind pfeift nur so durchs Gesicht und ich kann nur noch Lachen!!!

Einfach nur den Wind spüren und unter sich die kleine Erde sehen, ginge es nach mir, könnten wir immer nur so weiter fallen und nie wieder auf der Erde ankommen. Das geht natürlich nicht, Hans öffnet den Fallschirm und es geht etwas langsamer weiter. Ich darf auch an die Lenkseile. Dann drehen wir Kreise, ich könnte immer weiter drehen, doch Hans wird es anscheinend zu doll.
 
Wir gleiten weiter Richtung Flugplatz und schon müssen wir die Landung vorbereiten. Ich winkle meine Oberschenkel nach vorne an, so dass Hans zuerst auf dem Boden aufsetzten kann. Schon stehen wir sicher auf dem Boden und Hans schnallt mich los.

Nach dem Fallschirmsprung
Euphorie nach dem Sprung
Ich kann nicht aufhören zu grinsen und am liebsten würde ich direkt nochmal springen!!!!

Das war garantiert nicht mein letzter Sprung!!!!

Claudia
















 


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