| Frauenrekord 2005 |
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Es fing verheissungsvoll an. Am Donnerstag, dem 1. September 2005 war der erste Trainingstag für den avisierten neuen deutschen Frauenrekord. Petrus muss gewusst haben, dass ihm 60 Mädels sehr nahe sein werden. Er hat uns einen tollen Empfang geboten, also 20 Grad um 8:30 Uhr und strahlend blauer Himmel.
![]() deutscher Frauenrekord 2005 Um 10:00 Uhr saßen alle Frauen in der Halle um Dieter und Christoph gescharrt. Eine kurze herzliche Begrüßung und direkt die Frage nach den Vorlieben. Wer möchte wo springen. Die Formation (6-er Basis mit Zippern, Stinger und Weckern) hing schon an der Tafel. Farblich markierte Springerchen nach Flugzeug und Nummer in der Formation. Nach einigem „Naja, wenn …“ kamen die Wünsche ganz konkret: Basis oder Wecker, Do oder Skyvan – fast alles fand Beachtung. Danach ging es sofort in den ersten Trainingssprung, aufgeteilt in einen 24-er mit Basismädels und einen 34-er mit Weckermädels. Bei dem tollen Wetter waren wir alle heiß, in die Luft zu gehen und gespannt, wie es klappt. Und es klappte sehr gut. Beide Sprünge verliefen sehr harmonisch. Keine Probleme mit der Fallrate, Über- oder Unterfliegern oder gar schlechten Gerüchen im Flugzeug. Das einzig wirklich störende war die Heizung, die der Pinkpilot nicht ohne kleineren Umbau an der Maschine ausstellen konnte. Kalte Füsse, ja – aber nicht bei diesen Temperaturen. So hatte das Flugzeug für Donnerstag einen neuen Namen erhalten: Chickengrill. Allerdings hatte ich das zweifelhafte Vergnügen an einem der anderen schönen Tage in der 2. Skyvan zu sitzen, einem Militärflieger. Und die Jungs lieben es rau – die Hälfte der Heckklappe fehlte und wenn man dann sich mal fürs Floaten entschieden hat, bekommt frau fast sicher in diesem Flieger auch einen Fips (rheinländisch für Schnupfen) gratis dazu. Rrrrrrrrrrrrr … Aber weiter in der Geschichte. Also nach 2 fabelhaften Probesprüngen haben sich Dieter und Christoph dazu entschlossen, den ersten Rekordversuch zu starten. Auch hier nutzten die beiden Männer ihre Erfahrung: sie ließen uns eine ausreichend große Pause, nicht nur um die rapide anwachsenden Schlangen vor den Toiletten (Herrentoilette inbegriffen) abzubauen, sondern auch um ein Eis zu naschen. Kurz vor 16:00 Uhr brachten uns die Maschinen auf eine satte Höhe und boten uns ein perfektes Set-up. Doch der erste Versuch war es nicht, wenn gleich mal wieder nur ein kleines Problem war… ![]() Freude: das Video belegt den Rekord So kurz vor 18:00 Uhr haben wir uns dann noch mal voll angerödelt auf die Wiese geschmissen, hingebungsvoll unter Missachtung eventueller Fleckengefahr. Dieter schaute allen noch mal durchdingend in Augen mit der Aufforderung, sich jetzt zu melden, wenn der Slot nicht passt. Keine zuckte, wir hatten ja unser Selbstbewusstsein in den Probesprüngen gut aufgebaut. Nun kam Christophs Part. „Schliesst die Augen, stellt euch vor … “ waren seine Zauberworte. Und dann ging’s los. Gegen 18:30 Uhr stiegen wir mit beginnendem Sunset aus den Flugzeugen und folgen unserm Part. Jede für sich. Und bereits in 2500 Metern sah es gut aus. Susanne, unser Keygeberin, strahlte und wir strahlten zurück. ![]() Briefing am Boden Am Schirm schien sich die Gewissheit zu manifestieren. Das Gejuchtse am Schirm nahm proportional zum Sinkflug zu. Die angereisten Männer zeigten sich von der besten Seite und präsentierten uns noch auf der Wiese ein gut gekühltes Bier. Sunset-Bier oder Rekord-Bier? Das war die Frage. Doch als Christoph und Dieter aus dem Videoraum kamen, war der klägliche Versuch die Spannung mit einem „Es sah nicht schlecht aus.“ bereits an Christophs breiten Grinsen gescheitert. Wenige Minuten später sahen wir es alle. Es sah verdammt gut aus. Wir hatten es im zweiten !!!! Versuch geschafft – unglaublich. Jippi – jäh. Die Rekord T-Shirts wurden umgehend verteilt und nach einer kleinen Stärkung zum Abendbrot waren alle in mega Partystimmung. Milong holte die besten DISCO-Schinken aus der Büchse und legt auf, was das Zeug hielt. Und wir ließen uns nicht lumpen. Immer wieder kopfschüttelnd und bestimmt 2 cm größer als am Vortag, standen Christoph und Dieter an der Terrasse. Alsbald waren sie auf der Tanzfläche gefangen… gut, dass wir uns am Freitag erst um 10:30 Uhr treffen mussten. Am Freitag war dann leider erst mal nur ein Aufwachsprung in 2 kleineren Gruppen drin. Es waren schon einige Männer angereist, dass muss Petrus verärgert haben… Erst am Abend stellte er sein Schmollen ein und bot noch mal springbares Wetter. Also jetzt waren 61 Frauen am Platz. 59 ist ja auch eine doofe Zahl. So haben wir es noch mal versucht und - wieder geschafft. Wir konnten es selbst kaum glauben, aber alle Männer empfingen uns am Boden mit dem breitesten Strahlen, das sie hatten. Holla, die Waldfee … Ja, tatsächlich – wir hatten uns schon überboten. Dies war uns nun fast unangenehm, da fast alle Männer am Platz erst mal wieder viel Zuspache bedurften. ![]() Freudentanz Am Abend wurde dann etwas kürzer getreten. Es gab Pizza am Platz oder lecker Thai, der mittlerweile auf den Massenansturm fast eingestellt war. Samstag: Es sind alle Mädels der Umgebung zusammengetrommelt und die besten Beziehungen zu Flugzeugbesitzern aktiviert worden. Wir brauchten ja nicht nur Mädels, sondern inzwischen auch mehr Flugzeuge. Am Mittag kam Norbert mit der Norman rüber. Einen Versuch hatten wir. Einen 67-er. Aber es war ja erst Mittag und unsere Rekorde wurden bisher um 18:30 Uhr gemacht - schlechtes Zeichen… So war es dann auch. Der 67-er ging schief. Aber das tat der Party am Samstag keinen Abbruch. Es wurde richtig gut gefeiert. ![]() Feiern können wir Mädels auch Sonntag war nicht nur der berüchtigte Abreisetag, sondern ein weiterer Versuch wurde von der kaputten Do und anderen nicht verfügbaren Maschinen verhindert. Also machten wir Schluss. Dieter und Christoph gestanden freimütig, dass sie unser Potential unterschätzt hätten und nun ein 100-er wohl erst wieder eine Herausforderung für uns sei. Na klar. Also Mädels es war toll mit euch. Am Boden bei netten Gesprächen, im Flieger – frei von schlechten Gerüchen -, mit wohl geordneter Schirmfahrt und am Abend mit richtig guten Tanzpartnern. Was unser Geheimnis ist? Einige meinten, die Bio-Kurve. Unsere Rekorde waren immer gegen 18:30. Oder einfach Frauenpower …. ? Simone Glitsch |
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